03. Dezember 2018

Urban Mining – Städte als Rohstoffquellen

Städtisches Leben als Ganzes soll künftig als planbare Recyclingquelle genutzt werden. Aber was bedeutet das genau?

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Je knapper die Ressourcen werden, desto intensiver wird nach neuen Wegen gesucht, in Zukunft wertvolle Rohstoffe wie etwa Metall zu gewinnen. Ein „Abbaugebiet“ rückt dabei immer mehr in den Fokus: Die Großstadt. Denn die Gebäude und Autos, aber auch die vielen Geräte, die in den Haushalten genutzt werden, stecken voller wertvoller Materialien, die man am Ende der „Lebenszeit“ abbauen, recyceln und der Produktion wieder zugänglich machen kann. Die Stadt als Mine. Dieser Gedanke steckt, grob gesagt, hinter „Urban Mining“.

 

Herausforderung bei den langlebigen Gütern

Vor einer besonderen Herausforderung steht das Urban Mining jedoch: Während es bei kurzlebigen Gütern wie Getränkeverpackungen recht leicht ist zu berechnen, wie lange ein Kreislauf aus Produktion, Konsum, Entsorgung und Recycling dauert, ist das bei sog. langlebigen Gütern wie Elektrogeräten, Autos und ganzen Gebäuden anders, da sich schwer voraussehen lässt, wie lange solche Güter genutzt werden, bevor die darin enthaltenen Rohstoffe wieder zugänglich werden. Doch genau eine solche Planbarkeit ist wichtig, um sicherzustellen, dass kontinuierlich genügend Material zur Produktion vorhanden ist.

 

Wie genau sich diese kontinuierliche Planbarkeit sicherstellen lässt, ist Gegenstand aktueller Forschungen und Entwicklungen mit dem Ziel, „möglichst früh künftige Stoffströme prognostizieren zu können und bestmögliche Verwertungswege abzuleiten, noch bevor die Materialien als Abfall anfallen“ (Umweltbundesamt).  

Ihr wollt mehr über „Urban Mining“ erfahren? Dann empfehlen wir das Video unten (auf Englisch).

 

 

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Themen dieses Artikels

Blog Redaktion Zero Waste