09. März 2018

Drei saubere Städte und was sie uns lehren

Was verbindet Singapur, San Francisco und Stockholm? Sie gelten als sehr sauber. Was können und wollen wir von ihnen lernen?

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Wer nach den saubersten Städten recherchiert, der stellt zweierlei fest:

  1. Jedes Clean-City-Ranking kürt andere Sieger und definiert Sauberkeit anders. Da sparen wir uns Vergleiche oder eine eigene Bestenliste.
  2. Viel interessanter ist es, sich mal anzuschauen, wie eine Stadt die Sache mit der Sauberkeit angeht. Drei Städte haben wir beispielhaft herausgepickt und stellen vor, was sie besonders machen und was man von ihnen lernen kann.

 

Wer nicht clean sein will, muss blechen - Singapur

Bis zu 5.000 Dollar Strafe kostet es, seinen Müll auf die Straßen der Mega-Metropole zu schmeißen. Das kann man übertrieben finden, aber es ist wirkungsvoll. Das kanadische Calgary und Wien gehen denselben Weg. Auch in Hamburg wird Littering jetzt mit Bußgeld geahndet, wobei ein Kaugummi nicht gleich die Existenz kostet. Mit der Durchsetzung der Maßnahmen beauftragt sind die WasteWatcher+ der Stadtreinigung Hamburg. Hier erfahrt ihr mehr.

 

 

Das macht man hier einfach nicht – Stockholm

Immer diese verrückten Schweden. Irgendwann begannen Jogger damit, ihre Laufstrecke von Müll zu befreien und nannten es ‚Plogging’ (wir berichteten). In Schweden hat ein solches Verantwortungsbewusstsein Tradition. Es herrscht eine kollektive Kultur der Sauberkeit, die sich seit den 70ern immer weiter etabliert hat, auch dank entsprechender Förderprogramme.

Unsere Initiative hat genau dieses Ziel: Wir möchten das öffentliche Umweltbewusstsein stärken und Sauberkeit als hanseatischen Wert noch tiefer verankern. Und wir freuen uns, dass schon so viele mitmachen und sich mit uns für unsere Stadt einsetzen!

 

Die Karotte vor der Nase – San Francisco

Stellt euch vor, es ist Recycling und keiner macht mit. Um das zu verhindern, belohnt San Francisco das konsequente Trennen und die Reduzierung von Restmüll mit einem Nachlass auf die Entsorgungsgebühr. Auch hier in Hamburg wir Mülltrennen mit niedrigeren Gebühren belohnt. Papiertonnen kosten keine Extragebühr, gelbe Wertstofftonnen und -säcke auch nicht. Die grüne Biotonne kostet nur einen geringen Bruchteil der schwarzen Restmülltonne. Wer so konsequent trennt, kann auf eine kleinere Restmülltonne umsteigen oder die Leerungsfrequenz verringern. Das spart ordentlich Geld und die Umwelt freut’s auch.

 

Du bist der Meinung, Sauberkeit und Abfallvermeidung sind schon längst Teil unserer hanseatischen Kultur? Dann zeig es! Mach mit bei unserem Sauberkeitsabkommen und werde Teil der Bewegung.