13. April 2018

Die Pfandwort

Pfandsysteme verbessern die Sauberkeit! Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich dafür ein, sie auszuweiten.

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Die meisten von uns können sich wahrscheinlich gar nicht mehr genau erinnern, seit wann es die 25 Cent Pfand auf Dosen, Plastik und Glasflaschen gibt. 2003 war das Jahr, in dem den unökologischen Verpackungen der Kampf angesagt wurde. Das Ergebnis ist durchaus bemerkenswert:

Vor der Einführung waren 25 Prozent der in der Umwelt weggeworfenen Abfälle Getränkeverpackungen. Inzwischen werden nur noch jene Behälter in der Natur entsorgt, auf die kein Pfand erhoben wird. In der Regel landen 98,5 Prozent der bepfandeten Einweggetränkeverpackungen wieder im Supermarkt. Keine schlechte Quote.

Welcome to the Pfandjungle!

Intuitiv oder einheitlich ist das System nicht: Auf Saft in Plastikflaschen gibt es kein Einwegpfand, auf Limonaden und Wasser allerdings schon. Getränkekartons sind pfandfrei, genauso wie Wein aus Glasflaschen. Auch Säfte, Milchgetränke und Hochprozentiges sind von der Verordnung ausgenommen. Die Deutsche Umwelthilfe fordert, das System einheitlich, übersichtlich und transparent zu gestalten, um nicht nur die Umwelt, sondern auch die Nerven der Verbraucher zu schonen.

Der beste Weg heißt Mehrweg

Das beste System sind Mehrwegflaschen mit Pfand. Bei der Herstellung neuer Einweg-Plastikflaschen wird nämlich meistens nicht mehr als ein Viertel Recyclingmaterial verwendet, da es sonst zu störenden Verfärbungen kommt. Mehrwegflaschen hingegen lassen sich einfach wieder befüllen – Glasflaschen sogar bis zu 60 Mal – und legen dank regionaler Vermarktung nur geringe Transportstrecken zurück. Neben Ressourceneinsparungen und dem Schutz des Klimas tragen sie so vor allem zu weniger Abfall bei. Daher beim nächsten Einkauf auf das Mehrwegsymbol achten und lieber die Finger von Einwegflaschen und Dosen lassen.

 

 

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Themen dieses Artikels

Redaktion Wiederverwendung Mehrweg